Dienstag, 14. Juli 2015

Vom Koenigreich Lanna und Elefanten

Wie bereits geschrieben, sind wir zu unserem naechsten Stopp, Chiang Mai, mit dem Nachtzug gefahren. Chiang Mai ist eine eindrucksvolle Stadt, deren Stadtkern (Altstadt) mit einer Mauer, die teilweise noch erhalten ist, und einem Wassergraben umgeben ist. Ihre Urspruenge lassen sich auf das 13. Jahrhundert zurueck datieren und sie war ueber viele Jahre, neben der Stadt Chiang Rai (die naechste Station unserer Reise) die Haupstadt des Koenigreiches Lanna, das fast 500 Jahre andauerte. Es gibt hier ueber 300 Tempel, die teilweise bis auf das 14. Jahrundert zurueck gehen.







  



Neben den viele Tempeln und alten Gebaeuden ist Chiang Mai aber fuer uns auch der Ausgangspunkt zu einem ganz anderen Abenteuer gewesen: Elefanten!

Vorweg gesagt, wir sind gewoehnlich eher skeptisch, wenn es darum geht, Tiere zu Attraktionen zu instrumentalisieren und zu missbrauchen. Aus diesem Grund haben wir versucht uns so gut es geht schlau zu machen, welches der (leider) vielen Angebote fuer Elefanten-Sightseeing wir waehlen sollen oder am Ende vielleicht gar keines. Wir haben uns dann fuer eines entschieden, bei dem die Elefanten nicht dafuer gehalten werden, damit man sie Touristen zeigen kann, sondern die die Elefanten, die nicht mehr fuer die Waldarbeit eingesetzt werden duerfen aufnehmen bzw. auch aus Zirksusen und anderen Einrichtungen frei kaufen. Der Erloes der Eintrittsgelder geht somit auch in den Erhalt der Anlage und dient einen guten Zweck wie wir finden. Ein weiterer wichtiger Aspekt war fuer uns, dass man dort nicht auf den Elefanten reiten darf. Aber genug der trockenen Worte, stuertzen wir uns ins feuchte Vergnuegen mit den Elefanten:

Bevor es zum Baden mit den Elefanten ging, musste zuerst etwas Suesses besorgt werden: Zuckerrohr. Das wurde natuerlich auch gleich genuesslich von Elefant und Mensch vertilgt.

 

Auch Bananen sind natuerlich immer gern gesehen.
 Und dann ging es ab in die Schlammgrube und dann in den Fluss. Das war auch fuer das 4 Monate alte Elefantenbaby ein grosser Spass. Und manchmal wurden nicht nur die Elefanten nass gespritzt ;-)


Insgesamt war es ein einfach unbeschreiblicher Tag mit sehr tollen Tieren.



Samstag, 11. Juli 2015

Ancient City of Ayutthaya

Weniger als hundert Kilometer noerdlich von Bangkok liegt Ayutthaya, einst die groesste Stadt der Welt mit einer Million Einwohner. Das war um 1700. Damals war Ayutthaya eine bluehende Handelsstadt mit Vernetzungen in die ganze Welt. 1767 dann kam die burmesische Armee und machte die ganze Stadt dem Erdboden gleich. Viele Tempel wurden komplett zerstoert und noch immer haben viele der Buddha Statuen keine Koepfe. Ende des 20. Jahrhunderts wurden die Reste der alten Stadt zum UNESCO Weltkulturerbe erklaert. Seitdem werden die Ruinen aufwendig restauriert. Heute kann man das historische Stadtzentrum besichtigen. Wir haben uns dazu Fahrraeder ausgeliehen, damit kann man die Innenstadt, die auf einer Insel liegt, sehr gut erkunden. Es gab, mal wieder, einen grossen, liegenden Buddha, ziemlich viele Tempel-Ruinen und einige zeitgenoessische Tempel. Ayutthaya ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel von Bangkok aus, und wir hatten es wahrscheinlich nur dem Wochentag und der Hitze zu verdanken, dass es relativ ruhig war.



 Jeder kann ein wenig Blattgold kaufen und auf die Buddha-Koepfe kleben.
Alles in Allem ist Ayutthaya eine schoene, ruhige Stadt. Vor allem nach dem hektischen Bangkok hat es sich angefuehlt wie Urlaub. Nach einem Tag in der Stadt haben wir dann den Nachtzug nach Chiang Mai genommen. Wir hatten zwei Betten im Schlafwagen gebucht und sind wider Erwarten sogar zum Schlafen gekommen!


Donnerstag, 9. Juli 2015

Basti in Bangkok

Am Sonntag ist endlich Basti aus Deutschland angekommen. Vorerst nur er, sein Rucksack hat sich noch ein bisschen in Abu Dhabi vergnuegt. Aber nach zwei weiteren Tagen war der dann auch da. Wir hatten die letzten paar Tage ein volles Bangkok-Programm! Gleich am Sonntag sind wir auf den groessten Markt Asiens gegangen, den Chattuchak Markt.

Minions!

Eigentlich hatten wir uns ueberlegt noch zum Boxen zu gehen, aber das war dann doch zu stressig. Da war ich naemlich letzte Woche auch schon. Immer sonntags gibt es in einem grossen Fernsehstudio Thaibox-Kaempfe. Da die Kaempfe live uebertragen werden, wollen sie natuerlich eine volle Arena haben und verlangen keinen Eintritt. Dementsprechend voll ist es dann natuerlich auch! Nach einigem hin und her sind wir dann direkt am Ring gelandet und hatten einen Super Blick. Thaiboxen ist um einiges schneller und auch ein bisschen brutaler als normales Boxen und es hat nicht lange gedauert bis das erste Blut floss. Die Menge hat mitgefiebert, die Wetteinsaetze wurden immer hoeher, kurz: Die Stimmung war klasse!



Am Montag sind wir dann in die Altstadt, waren noch einmal bei Bangkoks groesstem Tempel Wat Pho. Auf dem Weg dort hin sind wir noch an einem kleinen Amulett-Markt vorbeigekommen wo es jede Menge verschiedene Gluecksbringer fuer alle Lebenslagen gibt.























Dann sind wir auf die andere Seite des Flusses gefahren und haben uns das medizinische Museum der Uniklinik angeschaut. Sehr interessant, allerdings auch sehr schockierend, daher keine Bilder (und weil man nicht fotografieren durfte).
Den Tag haben wir dann bei einem tollen veganen Burger und einem Mojito ausklingen lassen. Obwohl wir direkt in der Naehe der beruehmten Backpacker-Strasse "Khao San" waren, hat uns ein kurzer Besuch da ausgereicht um zu beschliessen, dass wir da nicht den Abend verbringen wollen.
Am Dienstag ging es dann zurueck in das Hostel in dem ich die letzten Wochen gearbeitet habe. Von hier aus hat man direkten Zugang zum Nahverkehr (sprich: Zug und U-Bahn) und kann so leicht den Rest der Stadt erkunden.
Das haben wir dann auch gemacht. Gleich in der frueh ging es erst einmal zur vietnamesischen Botschaft um Bastis Visum zu beantragen. Danach wurde es etwas spannender. Das thailaendische Rote Kreuz unterhaelt hier eine grosse Schlangen-Farm um Antiseren zu entwickeln. Da es in Thailand einige Hundert Schlangenarten gibt (nur die wenigsten davon sind giftig), haben sie auf dem Gelaende eine sehr grosse Auswahl. Es wird auch erklaert, was man bei einem Schlangenbiss tun soll und andere wissenswerte Dinge ueber die Tiere. Aber am spannendstens sind natuerlich die Schlangen selbst.





Am Abend sind wir noch auf einen Nachtmarkt auf dem es neben ein paar Vintage-Laeden vor allem Essen gibt, zum Beispiel diese Leckereien:

Gestern haben wir uns dann eine kleine Auszeit von der hektischen Stadt gegoennt. Nach einer spannenden Taxifahrt und einer noch spannenderen Bootsfahrt sind wir auf einer Halbinsel angekommen. Die ist sehr gruen und man kann sich Fahrraeder leihen und damit rumfahren.

Fische und Schildkroete kaempfen um ein Stueckchen Brot
Auf der anderen Seite liegt der Hafen von Bangkok.


Und hier noch ein Abschiedsbild von der Bangkoker Nacht:








Freitag, 26. Juni 2015

Angekommen in Bangkok

Ich muss sagen, am Anfang war ich nicht so begeistert davon, nochmal gut drei Wochen in einer Grossstadt zu verbringen. Aber inzwischen habe ich Bangkok lieb gewonnen. Man kann zwar nicht wahnsinnig viel machen ausser shoppen und essen, aber die beiden Sachen dafuer ohne Ende :)
Ausserdem habe ich zwischen der Zeit in der ich im Hostel arbeite und meinem Online-Job sowieso nicht mehr viel Freizeit ueber. Aber das ist ok so. Die besten Restaurants (ein etwas hoch gegriffenes Wort fuer die Essensstaende hier) sind sowieso ums Eck. Und einkaufen kann ich auch nicht viel da ich das ja alles noch weiterschleppen muss.

Also sind wir zur Abwechslung mal in einen Park gegangen. Im Reisefuehrer hatte ich gelesen, dass es dort frei lebende Warane gibt. Und tatsaechlich, der Park war voll davon! Ziemlich scheue Tiere allerdings. Und dann habe ich noch eine winzige Schildkroete gefunden! Wir haben ein bisschen debattiert ob das unsere Hostel-Schildkroete wird aber haben sie dann doch lieber da gelassen.


Lumphini Park





Ausserdem war ich noch im Jim-Thompson Haus. Thompson war ein amerikanischer Architekt den der zweite Weltkrieg nach Thailand verschlagen hat. Er hat verschiedene, traditionelle Thai-Haeuser aufgekauft und zu einem grossen Haus vereint. Alles ohne Naegel, deswegen sind Tueren und Fenster auch alle schief. Die Waende muessen naemlich schief sein (schreag nach oben hin) damit das ganze nicht auseinanderfaellt. In Bangkok hat er dann die Seidenproduktion wieder ins Leben gerufen und verkauft jetzt suendhaft teuere Schals und Klamotten. Das Haus an sich ist sehr schoen, man darf aber leider keine Fotos machen. 






Dann gab es noch eine lustige Raupe, die auf einem Schild erklaert wie man Seide herstellt... indem man die Raupen in ihren Kokons langsam kocht! Erinnert ein bisschen an das lachende Schwein auf der Bratwurst-Packung....
Seidenraupen-Kokons
Kochende Raupen...
Aber nun, als kleinen Vorgeschmack auf einen bald kommenden Essensblog:
Drachenfrucht



Sonntag, 14. Juni 2015

Willkommen in Bangkok!

So, jetzt ist es soweit. Meine Zeit auf den Philippinen ist jetzt erst einmal vorbei. Seit 5 Tagen bin ich nun in Bangkok, Thailands Hauptstadt. Bangkok ist wirklich ganz anders als Manila. Es gibt Busse mit Haltestellen, niemand traegt eine Waffe, ueberall Touristen, und Tempel! Jede Menge Tempel. Einen der bekanntesten, Wat Pho, habe ich mir schon angeschaut. Und keine Sorge, das werden nicht die letzten Buddha- und Tempelbilder sein ;)








 



Im Moment wohne ich noch in der Naehe der bekannstesten Backpacker-Strasse von Bangkok, Khao San Road. Das heisst hier sind wirklich NUR Backpacker unterwegs. Da der Alkohol hier aber recht teuer ist, geht alles noch ziemlich zivilisiert zu, nicht wie in Vietnam oder Kambodscha...

Am Samstag war ich zusammen mit einem Maedel aus Kanada auf einem der groessten Maerkte Suedostasiens, dem Jatujak Markt. Der ist ausschliesslich fuer Touristen gemacht, aber eigentlich ganz schoen. Sehr viel Hipster-Zeug, wenig richtig geschmacklose Dinge.

Und natuerlich (aber dazu wird es noch eigene Posts geben): Das Essen! Meine Erwartungen waren ja hoch. Und tatsaechlich, es gibt hier viel mehr Auswahl fuer Vegetarier als auf den Philippinen! Wenn man darueber hinwegsieht, dass vieles mit Fischsosse gemacht wird. Aber schon allein dadurch dass alles frisch zubereitet wird, ist es kein Problem einfach das Fleisch wegzulassen. Und billig ist es auch noch. Fuer Pad Thai, eine einfaches Nudelgericht mit Gemuese und Erdnuessen, zahlt man weniger als einen Euro. Und Suesskram gibt es natuerlich auch ohne Ende ;)

Heute ziehe ich um in das Hostel in dem ich die naechsten Wochen arbeiten werde. Bin schon gespannt wie das wird. Es ist in einer anderen Gegend und dann nicht mehr in Laufnaehe der Altstadt. Aber dank des Busnetzes sollte das kein Problem sein. Es gibt auch noch mehrere UBahn-Linen und natuerlich die Wassertaxis. Alles ist ziemlich guenstig und vor allem super organisiert und uebersichtlich!
Bild vom Wassertaxi aus
Aber jetzt erst einmal noch Fotos vom Hund des Hostels ;) Super suess, aber haelt keine Sekunde lang still!